Wie hat das Ganze angefangen? Am Anfang stand nur das Grundgerüst und die Pointe, also die Idee, dass ein Typ auf einer Insel sitzt und dann gerettet wird. Sechs Wochen vor Semesterbeginn setzten wir uns zusammen und versuchten, daraus eine brauchbare, lustige Story zu machen.
Über einige Umwege gelangten wir zu der Geschichte, wie sie jetzt ist. Trotz aller Kreativität - ohne Plan geht gar nichts. Wer was bis wann machen muss wurde in einem Produktionsplan festgehalten. Der erste Schritt zu Semesterbeginn: Objektskizzen und ein Storyboard erstellen. Mithilfe des Storyboards entwickelten wir ein Animatic - eine grobe Fassung des Films - um die jeweiligen Einstellungslängen zu testen und ob die Geschichte überhaupt funktioniert.
Danach gings ans eigentliche Werk: Die Objekte modellieren, animieren, texturieren, beleuchten. Das Character-Setup, die MotionCapture-Daten aufnehmen, säubern und auf das Skelett des Characters legen und schließlich die einzelnen Szenen zusammenstellen.
Und dann heisst es rendern, rendern, rendern... Parallel dazu wurden die bereits gerenderten Szenen nachbearbeitet - Tiefenschärfe, Farbkorrektur, Effekte - und in den sich entwickelnden Schnitt eingefügt. Währenddessen war auch für den guten Ton gesorgt: Die Songs wurden geschrieben, aufgenommen und die Soundeffekte abgemischt. Aber trotz aller Planung - nobody's perfect und so lief in der Praxis nicht alles so am Schnürchen wie in unserem Projektplan.
Ruck-Zuck fanden wir uns 2-3 Wochen hinter dem Zeitplan, sei es weil man den Aufwand unterschätzte, sich in Details verlor oder einfach mal zu faul war. Doch dank einkalkulierter Pufferzeit gegen Projektende und indem wir dem Tag einfach 30 Stunden erlaubten, wurde auch das letzte gerenderte Frame noch pünktlich zur Deadline in den Film eingebaut. Allerdings kann man sein Leben verlängern und Magengeschwüren vorbeugen, wenn man sich von Anfang an an den Zeitplan hält...
 

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